Drei Fragen, die Vergleichsportale Ihnen nicht stellen

Vergleichsportale beantworten die Frage „Welches Tagesgeld ist gerade am höchsten?" – mit Zahlen, die ihnen Provision bringen. Diese drei Fragen stellt dort niemand.

Welche Bank behält Ihre Zinserhöhung – und wie lange?

Kurze Antwort: Das lässt sich nicht pauschal beantworten – und genau das ist das Problem. Die einzige verlässliche Quelle ist die offizielle Website Ihrer Bank.

Die EZB hat am 11. Juni 2026 die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöht, gültig ab 17. Juni 2026. Danach beginnt eine stille Zählung: Welche Bank gibt die Erhöhung weiter – und welche nicht?

Vergleichsportale zeigen Ihnen eine Liste mit Prozentsätzen. Diese Zahlen können veraltet, selektiv oder mit Werbeversprechen verbunden sein. Sie sagen Ihnen nicht, ob Ihre Bank die Erhöhung weitergegeben hat.

Der Weg, den zins.digital beschreitet: Sie fragen eine KI mit Live-Websuche – mit einem präzisen, anti-halluzinations-gehärteten Prompt. Die KI ruft die offizielle Website Ihrer Bank auf und liest den aktuellen Konditionen-Seite. Das Ergebnis prüfen Sie im Weitergabe-Checker.

Als Maßstab gilt: Nach einem EZB-Entscheid haben Banken üblicherweise rund 14 Werktage Karenzzeit. Das Karenzfenster nach dem Entscheid vom 11. Juni 2026 läuft bis zum 25. Juni 2026. Eine ausbleibende Anpassung danach ist eine bewusste Entscheidung der Bank.

→ Jetzt den Prompt kopieren und Ihre Bank prüfen

Verlieren Sie mit 3 % Zinsen trotzdem Geld?

Kurze Antwort: Ja, möglicherweise – abhängig von Ihrer Steuer und der aktuellen Inflation.

Ein Beispiel für Deutschland (Stand: Juni 2026):

  • Tagesgeldzins Ihrer Bank: 3,00 % p. a.
  • Anlagebetrag: 10.000 €
  • Bruttoertrag: 300 €
  • Sparerpauschbetrag (DE): 1.000 € – hier vollständig ausgeschöpft, also keine Steuer fällig
  • Nettoertrag: 300 €
  • Inflation Mai 2026 (DE, Destatis, endgültig): 2,6 %
  • Kaufkraftverlust durch Inflation: 320 €
  • Realer Gewinn/Verlust: −20 €

Das heißt: Selbst bei einem Zinssatz, der auf dem Kontoauszug positiv aussieht, verlieren Sie real Kaufkraft. Die Inflation frisst mehr, als die Zinsen einbringen.

Bei größeren Beträgen (z. B. 50.000 €) greift zusätzlich die Abgeltungsteuer von 26,375 % (inkl. Solidaritätszuschlag) auf den Teil über dem Sparerpauschbetrag – was das Ergebnis weiter verschlechtert.

Der Weitergabe-Checker berechnet Ihren persönlichen Realzins – mit Ihrem Betrag, Ihrem Land und dem tatsächlichen Zinssatz Ihrer Bank.

→ Zur Startseite und persönlichen Realzins-Berechnung

Warum zeigen Vergleichsportale Nominal- statt Realzinsen?

Kurze Antwort: Weil Nominalzinsen höher aussehen – und weil Vergleichsportale mit der Vermittlung von Bankprodukten Geld verdienen.

Nominalzins ist der Zinssatz, den die Bank Ihnen verspricht, bevor Steuern und Inflation abgezogen werden. Er ist die Zahl, die gut aussieht.

Realzins ist das, was nach Steuern und Inflation übrig bleibt – also die Zahl, die zählt.

Vergleichsportale sind in der Regel provisionsbasiert: Wenn Sie über das Portal ein Konto eröffnen, erhält das Portal eine Vergütung von der Bank. Das ist legitim – schafft aber einen Anreiz, die attraktivsten (nominal höchsten) Angebote zu zeigen, nicht die individuell besten.

Außerdem sind Nominalzinsen einfacher darzustellen. Der Realzins hängt vom individuellen Steuersatz, vom persönlichen Sparerpauschbetrag, von der aktuellen Inflationsrate und vom Anlagebetrag ab – er ist für jede Person anders.

zins.digital zeigt keine Nominalzinssätze. Stattdessen stellt das Portal Ihnen den Prozess bereit, mit dem Sie den Zinssatz Ihrer Bank selbst ermitteln und Ihren persönlichen Realzins berechnen können.

→ Zur vollständigen Methodik-Erklärung